Keine anonyme Domain-Registrierung mehr: ICANN macht Nägel mit Köpfen

Verfasst am 2. Juli 2013 – 08:31 | von Frank |

Die Internet-Verwaltung ICANN hat ihrer Ankündigung von vor einigen Wochen inzwischen auch Taten folgen lassen. Damals kündigte die Institution an, es solle künftig nicht mehr möglich sein, Domains anonym zu registrieren, um auf diese Weise den Ermittlungsbehörden überall auf dem Planeten zu helfen und die Whois-Einträge zu präzisieren. Hierfür wurden die sogenannten Registrar-Richtlinien (Registrar Accreditation Agreement) verschärft. 

Die Neufassung bei den Registrar-Richtlinien 

Schon immer mussten Personen, die eine Domain registrieren wollten, eine Telefonnummer oder Email-Adresse bei ihrem Registrar hinterlegen. Ob diese echt wahr, blieb allerdings offen. Die Anbieter durften ihren Kunden vertrauen. Damit ist in Zukunft Schluss. Die Neufassung der Richtlinien sieht vor, dass die hinterlegte Telefonnummer oder Mail-Adresse verifiziert werden müssen. Geschieht dies nicht innerhalb von 15 Tagen, so wird die URL wieder gelöscht. Das Gleiche gilt für sämtliche Inhalte, die auf der Domain möglicherweise bereits hinterlegt worden waren.

Maßnahmen gegen Pishing und Botnetze 

Zugleich hat die ICANN auch ein Frühwarn-System beschlossen, um damit Pishing und Botnetze in Zukunft besser bekämpfen zu können. So soll ein Alarm ausgelöst werden, wenn zeitgleich zahlreiche Adressen von nur einer Person gebucht werden. Diese muss sich anschließend zu erkennen geben und die Registrierungen erklären. Denn häufig ist dieses Verhalten der Startpunkt für kriminelle Aktivitäten im Netz wie eben Pishing. Darüber hinaus dienen die Netze häufig als Kontaktpunkte für Botnetze.

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