Anonyme Domains: Eine Trennung der Aufgabengebiete ist unverzichtbar

Verfasst am 18. April 2013 – 08:02 | von Frank |

Wer im Internet anonym eine Webseite betreiben möchte, muss aus juristischen Gründen die Verwaltung der Domains und das Hosting in getrennte Hände legen. Ansonsten entsteht eine Auskunftspflicht gegenüber dem Staat. Dieses wurde nun noch einmal gerichtlich untermauert. Die deutsche Gesetzgebung ist diesbezüglich ohnehin bereits härter als die aus anderen Ländern. Für das anonyme Betrieben einer Webseite empfiehlt sich deshalb der digitale Umzug ins Ausland.

Registrierung über eine ausländische Firma

In Deutschland besteht – mit der Ausnahme von Webseiten eindeutig privater Natur – eine allgemeine Impressumspflicht, die Gesetzgeber wie folgt beschreibt: “Im Zweifel sollte man lieber ein Impressum setzen”. Es gibt allerdings die Möglichkeit der anonymen Registrierung über ausländische Unternehmen. Die anschließende Verwaltung der Domain darf, um die Anonymität weiterhin aufrecht zu erhalten, allerdings niemals in der Hand des Hosters liegen, weil dieser dann zur Auskunft gegenüber den Behörden des jeweiligen Staats verpflichtet ist.

Empfehlenswert sind transnationale Hosting-Anbieter

Um die eigene Anonymität zu verteidigen, ist es aus diesem Grund ratsam, auf die Dienste von transnationalen Hosting-Anbietern zu vertrauen. Damit werden Unternehmen bezeichnet, die ihre Server in unterschiedlichen Ländern platziert haben und damit nicht eindeutig unter die Gesetzgebung eines spezifischen Staats fallen. Ein Beispiel hierfür ist der Anbieter privacy.li, der mit Offshore-Servern arbeitet. Seine Offerte ist auch in deutscher Sprache verfügbar. Er stellt zahlreiche anonyme Bezahlungsmöglichkeiten (z.B. Paysafe Card) zur Verfügung. Generell gilt: Niemals dürfen das eigene Bankkonto oder aber die Kreditkartendaten abgefragt werden.

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