Thailand verbietet Bitcoins

Verfasst am 7. August 2013 – 06:14 | von Frank |

Bitcoins werden als anonyme Zahlungsmittel immer beliebter. Inzwischen gibt es weltweit mehrere Handelsplätze, auf denen man in die anonyme Internet-Währung investieren kann. Zudem haben sich Investment-Fonds gebildet, die sich auf die Bitcoins spezialisierten. Doch Thailand hat die Währung jüngst verboten. Und nicht wenige Experten befürchten, dass dies erst der Anfang sein könnte. 

Bitcoins laden zum Steuerbetrug ein 

Thailand hat die Bitcoins in der letzten Juli-Woche verboten. Die Begründung lautete, dass man fürchte, dass so die Währungen der Kontrolle der Staaten entrissen würden. Dies ist aber nur die oberflächliche Beschreibung für ein tiefer liegendes Problem: Durch die Anonymität der Zahlungen können die Staaten nicht mehr Empfänger und Sender von Zahlungen erkennen. Steuern können auf diese Weise problemlos hinterzogen werden. Nicht wenige Experten befürchten deshalb, dass das thailändische Verbot erst der Anfang war und bald weitere Staaten nachziehen werden.

Bitcoins unbeeindruckt 

Die Verantwortlichen der Bitcoins scheint dies aber zumindest vorläufig nicht zu beeindrucken. Die Währung gewann im Verhältnis zum US-Dollar in der Woche nach dem Verbot sogar an Wert. Ein gängiges Argument, weshalb die Währung derart reagierte, nennt der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler im Gespräch mit der “Welt”. Den Bitcoin zu verbieten sei ähnlich sinnlos wie der Versuch, das Internet zu verbieten. Die Staaten sollten den Währungswettbewerb stattdessen zulassen und damit richtig umgehen, anstatt “wüst um sich zu schlagen”.

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