New Yorker Staatsanwaltschaft geht gegen anonyme Internet-Währung vor

Verfasst am 31. Mai 2013 – 10:40 | von Frank |

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen die Internetwährung Libery Reserve erhoben. Dies berichtet die “Süddeutsche Zeitung”. Diese sei demnach zu einer “Drehschreibe für Cyberkriminalität” geworden. Insgesamt soll das Unternehmen hinter der Währung 4,6 Milliarden Dollar illegal in den Wirtschaftskreislauf gebracht haben, um auf diese Weise Kreditkartenbetrug, Drogenhandel oder auch Kinderpornographie zu finanzieren.

Eine Email-Adresse reicht 

Liberty Reserve, das von Costa Rica aus gesteuert worden ist, ermöglichte seinen Kunden die absolute Anonymität. Wer sich anmelden wollte, brauchte dafür nichts weiter als eine Email-Adresse. Anschließend konnte eine beliebige Währung gegen Liberty Reserve getauscht werden, mit der man dann im Netz zahlen konnte. Das Unternehmen interessierte sich in der Regel nicht dafür, wofür die Gelder schließlich konkret eingesetzt worden sind. Laut der Staatsanwaltschaft aus New York wurden auf diese Weise mehr als 55 Millionen illegale Transaktionen für mehr als eine Million Kunden durchgeführt.

Firmengründer bereits in Haft 

Die amerikanischen Behörden werden bei den Ermittlungen gegen Liberty Reserve von Behörden aus 16 weiteren Ländern unterstützt – darunter Spanien. Hier wurde Firmengründer Arthur B. verhaftet. Der 39-Jährige war ursprünglich US-Amerikaner, nahm aber später die Staatsbürgerschaft von Costa Rica an. Vier seiner Mitarbeiter sind ebenfalls verhaftet worden. Nach zwei weiteren Hintermännern wird noch gesucht. Den Verhafteten drohen in den USA bis zu 20 Jahren Haft, denn ihnen werden Geldwäsche und Verschwörung zur Last gelegt.

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