Anonyme Bezahlmöglichkeiten lassen Internet-Schwarzmärkte boomen

Verfasst am 17. Mai 2013 – 14:05 | von Frank |

Das Internet ist längst nicht mehr nur ein Ort, an dem legal Waren und Dienstleistungen gehandelt werden können. Schon seit Jahren gibt es auch Schwarzmärkte für Waffen und Drogen. Bislang konnten diese wegen der leichten Rückverfolgungsmöglichkeiten jedoch kontrolliert werden. Damit ist nun Schluss: Wegen der anonymen Bezahlmöglichkeiten boomen die Schwarzmärkte.

Das “Deep Web” boomt

Die Bezeichnung für die Schwarzmärkte im Internet lautet “Deep Web”. User betreten dabei Portale, die über eingängige Namen wie “Silke Road”, deren Bezeichnungen zumeist nur Eingeweihten bekannt sind. “Silke Road” kann zum Beispiel nur über den Anonymierungsdienst “Tor” überhaupt betreten werden. Doch in den letzten Monaten haben die Schwarzmärkte angefangen zu boomen. Als “Silke Road” erstmals in der Öffentlichkeit auftauchte, wurden dort rund 340 Produkte angeboten. Inzwischen sind es deutlich mehr als 11.000.

Die anonymen Zahlungsmöglichkeiten tragen die Veranwortung

In der Vergangenheit konnten die Behörden die meisten der Schwarzhändler über die Geldströme ausfindig machen und festnehmen. Durch den Boom der anonymen Zahlungsmöglichkeiten ist die Zahl der erfolgreichen Festnahmen allerdings drastisch zurückgegangen. Fast kein Täter wird mehr erwischt. So wissen die internationalen Behörden beispielsweise, dass im großen Stil im Internet illegal mit Waffen gehandelt wird. Doch diese werden mit der Internet-Währung Bitcoin bezahlt, die zum einen absolut sicher und zum anderen garantiert anonym ist. Es liegt nun im Verantwortungsbereich der Behörden, eine angemessene Antwort auf diese veränderte Situation zu finden.

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