Anonymes Bezahlmittel Bitcoin vor dem Absturz?

Verfasst am 6. Mai 2013 – 07:46 | von Frank |

Bis vor kurzem wurde der Internetwährung Bitcoin eine große Zukunft vorhergesagt. Diese sei die einzige Möglichkeit, um wirklich sicher und anonym im Netz zu bezahlen, hieß es. Mittlerweile gibt es sogar einen Investionsfonds, der es ermöglicht, sein analoges Geld in die digitale Variante zu tauschen. Davon rät der Politikwissenschaftler Patrik Korda, der in den USA in New York tätig ist, ab. Die digitale Währung werde schon bald abschmieren, ist er überzeugt. Für die Deutschen wäre es kein sonderlich großer Verlust.

Bitcoin nur eine Spekulationsblase?

Für Korda ist der Bitcoin lediglich eine gehypte Spekulationsblase, die schon sehr platzen werden. Der Kurs der digitalen Währung bäume sich “derzeit ein letztes Mal auf”. Dies sei für “emotionale Märkte typisch”. Der Handel mit den Bitcoins sei in seinen Augen nichts weiter als “Alchemie”. Die Währung sei das “Werk von idealistischen Jugendlichen” und damit nicht sonderlich seriös. Der aktuelle Handel und Aufschwung der Währung sei vergleichbar mit der holländischen Tulpenmanie im 16. und im 17. Jahrhundert. Genau wie damals die Blase geplatzt sei, werde dies auch jetzt wieder passieren. Die Bitcoin-Blase werde mittlerweile seit einigen Jahren nur noch künstlich “von Laien am Leben gelassen”, so der Politikwissenschaftler im Gespräch mit “iRights”.

Deutsche kennen den Bitcoin nicht

Für die meisten Deutschen wäre ein Platzen der Spekulationsblase rund um den Bitcoin, sollte dies tatsächlich passieren, kein sonderlicher Verlust. Die Mehrheit der Bundesbürger hat noch nie etwas von der Währung gehört. 85 Prozent der Deutschen können laut einer Forsa-Umfrage gar nicht mit dem Wort anfangen. Dabei sind es 23 Prozent der Männer und lediglich sieben Prozent der Frauen, die wissen, was ein Bitcoin ist.

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