Anonymes Bezahlen im Internet wird immer mehr eingeschränkt

Verfasst am 3. Februar 2013 – 16:57 | von Frank |

Das anonyme Bezahlen im Internet wird durch Einschränkungen immer komplizierter. Das betrifft vor allem Kleinbeträge. Prepaidkarten, die vom Handling her, das Bezahlen in der Vergangenheit wesentlich erleichterten, sind am meisten betroffen.

Neue Richtlinine für Prepaidkarten

100 EUR monatlich pro Person ist die neueste oberste Grenze bei anonymer Prepaidkartnutzung. Dies beruht auf einem Entschluss eines Gesetzes aus dem Kreditwesen, dem § 25 i. Man kann sie bei Tankstellen, Supermärkten, Kiosken, usw. anonym gegen Bargeld kaufen. Alle Verkaufsstellen sind über die Standortsuchen im Internet, bequem ausfindig zu machen. Das anonyme Aufladen von Konten bei diversen Anbietern mit Vouchers ist nicht mehr möglich. Neuerdings muss man sich mit einem Ausweisdokument identifizieren. Selbst bereits verkaufte Prepaidkarten werden von einigen Exchangern gar nicht mehr angenommen. Auch wenn sie in Deutschland gekauft wurden. Der Verkauf wurde in einigen Ländern überhaupt untersagt. Spanien ist hier nur ein Beispiel.

Gibt es sichere Alternativen?

Eine Alternative ist Bitcoin, die Peer-to-Peer Währung anbietet. Das bedeutet, das Privatpersonen anderen Privatpersonen Geld, auch in Form von Krediten, zur Verfügung stellen, ohne Einschaltung rechtlicher Instanzen oder Banken. Bitcoin bietet auch langfristig eine Möglichkeit für anonyme Zahlungsabwicklung. Die Firma stellt Informationsaustausch zur Verfügung. Dadurch können Dienste, die Anonymisierung benötigen, ohne weiters genutzt werden. Bitcoin Berlin bietet sogar die Möglichkeit, Geld per Brief und unter Zuhilfenahme einer ausgefeilten QR Code Verschlüsselung, zu versenden. Auch ein persönliches Treffen zur Geldübergabe kann so abgewickelt werden. Dieses Unternehmen ist, nach Einschätzungen von Experten, nicht von den einschränkenden Gesetzen beim anonymen Zahlungsverkehr betroffen. Bei Test wies Bitcoin jedoch einige Sicherheitslücken auf. So konnte relativ einfach die IP Adresse von Zahlungen ermittelt werden. Grund hierfür ist ein Logfile, welches alle Transaktionen speichert, und das noch dazu öffentlich zugänglich ist. Nichts desto Trotz ist Bitcon eine sinnvolle Alternative für zukünftiges anonymes Bezahlen.

Welche Hürden muss ich noch umgehen?

Das Wichtigste bei diesen Arten des Zahlungstransfers bleibt jedoch eine sichere Internetverbindung. Ihre virtuelle Breiftasche, eWallet genannt, benötigt auch zur Wahrung ihrer absoluten Anonymität eine Verschlüsselung. Anbieter wie JonDonym stellen eine Webinterface zur Verfügung.
Der Kauf von virtuellen Gütern, wie zum Beispiel Premium Accounts in diversen Webshops kann somit problemlos bewerkstelligt werden. Vorsicht ist noch geboten bei Bekanntgabe der Zustelladresse. Hier lohnt es sich, einen weiteren Account mit einer eWallet einzurichten, der in keinerlei Bezug zum eigentlichen Account steht.

Die absolute Wahrung der Anonymität bedarf schon sehr viel Know How. Beachtet man jedoch all diese Richtlinien, steht dem sicheren Surfen hoffentlich nichts mehr im Wege.

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